Freitag, 26. Juni 2015

Schicksal - Eine Minute kann alles verändern


Rezension zu

„Schicksal - Eine Minute kann alles verändern“

 von Ruby M. Nicholson


Inhalt:
Als Nefelis Vater beschließt, von London zurück nach Athen umzusiedeln, bricht für die junge Frau die Welt zusammen. In Griechenland angekommen, sucht sie das Vergessen in einer heißen Partynacht und erwacht nach einem One-Night-Stand neben einem fremden Mann. Fluchtartig verlässt sie das Hotel und hofft, den Fremden nie wieder zu sehen. Aber das Schicksal hat etwas anderes für sie vorgesehen. Und Nefeli steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens

Meine Meinung:
Ich bin gut in die Geschichte gestartet. Der lockere und einfache Schreibstil erleichterten den Einstieg. Trotz einiger Kritikpunkte hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, so dass ich sie fast an einem Stück gelesen habe.

Die Geschichte wird komplett aus Nefelis Sicht erzählt. So hat man als Leser einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Zu Beginn ist so typischer Teenager, fröhlich, aufgeweckt. Sie war mir gleich sehr sympathisch, weil sie einfach so normal war. Aber in der Familie wurde lange Zeit ein großes Geheimnis gehütet. Nefeli scheint die Einzige zu sein, die nicht weiß, was vor langer Zeit passiert ist.  Sie stößt überall auf geschlossene Türen, keiner spricht mit ihr. Die Familie wurde mir immer unsympathischer, auch als das Geheimnis endlich gelüftet wurde. Das Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen. Einzig Tante Elena und Nefelis Cousine waren mir aus ihrer Familie sympathisch.
Nefeli wurde leider mit der Zeit immer defensiver, hat alles hingenommen, ohne mal auf den Putz zu hauen. Das fand ich sehr schade.
Die Charaktere waren sehr lebendig und authentisch herausgearbeitet, auch wenn mir nicht alle sympathisch waren. Aber so ist es ja auch im wahren Leben.

Die Beziehung zwischen Nefeli und Alexi hat mich mit der Zeit ein bisschen genervt. Auch haben sich Nefelis Gedankengänge immer wiederholt.
Alexi blieb immer im Hintergrund, das fand ich schade. Er war mir zu farblos, war nicht greifbar. Ich konnte ihn nicht einschätzen, geschweige denn verstehen.
Ich hätte erwartet und mir gewünscht, dass die Beziehung der beiden, das Kennenlernen im Vordergrund steht und nicht so sehr das drumherum, wenn sie mal wieder getrennt waren. Diese traurigen und dramatischen Phasen nahmen die größten Passagen im Buch ein.


Spannung und Dramatik waren bis zum Schluss vorhanden, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und ob es trotz der widrigen Umstände ein Happy End für Nefeli und Alexi geben kann.

In manchen Passagen ist einfach zu viel passiert. Es ging alles zu schnell und zu rasant, so dass die Details und die Tiefe darunter leiden mussten. Ich hatte gar keine Zeit, mich einzufühlen oder Nefeli zu verstehen und hatte das Gefühl, dass zu viel eine Szene gepresst wurde.

Was mich auch etwas stört, sind die Rechtschreib- und Satzzeichenfehler, die sich im Laufe des Buches vermehrt haben. Da besteht noch dringend Handlungsbedarf.


Fazit:

Eine bewegende Geschichte über die Macht des Schicksals, die Familie und deren Verbundenheit und die große Liebe, die mir trotz einiger Kritikpunkte gut gefallen hat.
3 von 5 Sternen

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