Dienstag, 22. September 2015

Rezension zu "Stadt der Verborgenen (Phoenicrus 1)


Rezension zu

„Stadt der Verborgenen“

von Mirjam H. Hüberli

 
Cover: Impress

 

Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.04.2015

Aktuelle Ausgabe : 02.04.2015

Verlag : Impress

ISBN: 9783646600964

E-Buch Text

Sprache: Deutsch



 Inhalt:
»Es ist nur ein alter Brief!«, versucht Zara sich einzureden, als sie den zerfledderten Umschlag zwischen zwei Buchseiten entdeckt. Doch mit dem Fund ist nichts mehr so, wie es mal war. Sogar die wirren Erzählungen ihres senil geglaubten Großvaters ergeben plötzlich Sinn. Zara hat eine Schwester! Yosephine – verschwunden, ebenso wie all die Erinnerungen an sie. Und der Brief ist nur der Anfang einer langen Kette von Hinweisen. Zusammen mit ihrem Großvater und dem draufgängerischen, aber doch faszinierenden Ben macht sie sich auf die Suche nach Yosephine und der sagenumwobenen Stadt der Verborgenen. Nur, wie findet man einen Menschen, an den man keinerlei Erinnerung mehr hat? Und einen Ort, der nicht gefunden werden will?

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist einfach und verständlich, sehr fesselnd und einnehmend, locker und flüssig zu lesen. Dabei ist er sehr detailliert und bildhaft. Ich konnte die Szenerie und die Personen deutlich vor Augen sehen.
Mit viel Charme, Esprit, Witz und Frische gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln, zum schmunzeln zu bringen und vollkommen in der Geschichte abtauchen zu lassen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und in ihren Bann gezogen. Die Grundidee gefällt mir sehr gut und ist für mich vollkommen neu und unverbraucht, was den Lesegenuss noch verstärkt hat. Der Prolog beginnt sehr geheimnisvoll und mysteriös. Ich hatte keine Vorstellung, wer hier spricht und auf was sich das bezieht oder worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Dadurch war die Spannung von Beginn an gegeben, meine Neugier direkt geweckt. Die Spannung bleibt bis zum Schluss - und darüber hianus - erhalten, so dass es mir nicht gelang, das Buch aus den Händen zu legen.

Die Figuren sind unheimlich authentisch und unterschiedlich gezeichnet. Sie sind so lebendig dargestellt, dass ich von jedem direkt ein Bild vor Augen hatte.
Zara mochte ich sofort. Sie tritt in jedes Fettnäpfchen, steht manchmal etwas neben sich, ist trotzdem schlagfertig und unheimlich witzig und charmant. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, sie verstehen.
Opa Alois ist wunderbar getroffen. Ein alter Kauz, ein bisschen verschroben und trotzdem vollkommen klar im Kopf, mit einer rationalen und wirklichkeitsnahen Weltanschauung, die ihm zuerst keiner zutraut. Und doch liegt er so nah an der Wahrheit. Er ist unheimlich liebenswert.
Und dann ist noch Ben. Von Beginn an mysteriös, trägt er ein Geheiminis mit sich herum. Ein Kerl, der die Frauenherzen höherschlagen lässt.

Die Geschichte hat alles, was für mich einen guten Roman ausmacht: Spannung, Abenteuer, Fantasieelemente und eine Portion Gefühl. Es hat mir sehr viel Spaß bereitet mit Zara, Ben und Opa Alois die Suche nach der Stadt der Verborgenen zu unternehmen. Die Geschichte hat mir eine schöne, interessante und emotionale Lesezeit beschert, die mich voller Spannung auf die Fortsetzung harren lässt.

Fazit:
Eine spannende Geschichte mit einer grandiosen Grundidee, ein Roadtrip ins Unbekannte, der mich von Beginn an fesseln konnte. Absolute Leseempfehlung.


★★★★★
  5 von 5 Sternen

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