Freitag, 13. November 2015

Rezension zu "Azur: Wenn eine Diebin liebt" von Sabine Schulter


Rezension zu
"Azur: Wenn eine Diebin liebt"
von Sabine Schulter






Inhalt:

Jess ist die beste Traumdiebin des Landes und unter ihren Namen Azur fast zu einem Mythos aufgestiegen. Allerdings verabscheut sie das Stehlen und will lieber ein ganz normales Leben führen, wie jeder andere auch. Doch lässt Saphir, der Chef der Diebe, das nicht zu. Er hat sie in der Hand, entscheidet über ihr Leben und ihren Tod.
Jess hat das weitestgehend akzeptiert. Bis sie Cedric und seine Freunde Vincent, Julian und Leander kennenlernt. Die vier sind Behüter, die nur dafür zuständig sind, Traumdiebe zu fangen: also sie.
Doch die vier bieten ihr als Jess, nicht ahnend, dass sie eine Diebin ist, eine unvergleichliche Freundschaft an, die in ihr den Wunsch schürt, von der kriminellen Welt der Diebe fortzukommen. Vor allem als sie spürt, welche Anziehungskraft Cedric auf sie ausübt, zerbröckelt ihr altes Leben. Sie kann und will Cedric nicht entfliehen. Doch sie weiß ganz genau, dass sie kein Mitleid von ihm zu erwarten hat, wenn er herausfindet, dass sie eine Diebin ist.




Meine Meinung:

Ich kenne bereits zwei Bücher der Autorin und mag ihren Schreibstil unheimlich gerne. Auch hier ist er wieder gewohnt locker und leicht, sehr angenehm zu lesen und ist dabei von Anfang an sehr fesselnd.
Gleich das erste Kapitel beginnt spannend, schon in den ersten 10 Seiten erfolgt die erste Actionszene. Ich konnte Buch kaum aus der Hand legen.


Die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, haben mir sehr gut gefallen. So hat der Leser tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von beiden Protagonisten. Durch diese Mischung hatte ich eine allumfassende Sicht der Dinge. Den Gefühlen und Handlungen der Protagonisten kam ich dadurch unheimlich nah und konnte alles richtiggehend miterleben. Dadurch wurde die Geschichte so überaus lebendig.
Einzig die Sichtwechsel vollzogen sich für mich ab und zu etwas zu abrupt und zu schnell. Gerne hätte ich in manchen Situationen länger in einer Perspektive verweilt.

Die Idee mit dem Diebstahl der Träume gefällt mir sehr gut. Ich habe bisher auch noch kein Buch gelesen, das dieses Thema in dem Maße beinhaltet.

Jess und Cedric waren äußerst sympathische Protagonisten, die ich sehr gerne mochte. Ich konnte sie verstehen, mit ihnen fühlen und mit ihnen erleben. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr detailliert und lebendig gezeichnet und sind mir ans Herz gewachsen.

Jess ist eine starke junge Frau, sehr geprägt durch ihre Vergangenheit. Sie hat fast die Hoffnung auf ein besseres Leben und Glück aufgegeben, ein Leben, das von Saphir in Händen gehalten wird und jederzeit kippen kann.
Bis Cedrik in ihr Leben tritt.
Die aufkeimenden Gefühle zwischen beiden entwickelten sich langsam. Es ist nicht einfach, wenn man auf zwei verschiedenen Seiten steht. Es war schön zu beobachten, wie sich die Behüter und die Traumdiebin näher kamen, sich anfreundeten und zusammen Pläne schmiedeten. Denn es wäre ja viel zu einfach, wenn nicht eine Menge Probleme von außen auf sie einwirken würden und die Welt bedrohen.
 


Die Geschichte ist eine schöne Mischung aus Spannung, Fantasy und Gefühl. Und genau diese Mischung ist es, die ich bei den Büchern von Sabine Schulter so mag. Sie hat genau das richtige Maß getroffen.

Das Ende weist auf einen weiteren Teil hin, die Weichen wurden bereits gestellt. Glücklicherweise endet die Geschichte aber nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Dafür bin ich der Autorin besonders dankbar.

Fazit:
Eine spannende Fantasygeschichte mit Gefühl, die mich begeistert hat. Leseempfehlung.


★★★★★
  5 von 5 Sternen


Vielen Dank, liebe Sabine, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Vor einiger Zeit habe ich ein Interview mit der Autorin geführt.
Schaut doch mal rein: Interview mit Sabine Schulter









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