Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension zu „Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer


Rezension zu
„Die Luna-Chroniken - Wie Monde so silbern“
von Marissa Meyer
 
 


Cover: Carlsen



Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.12.2013
Aktuelle Ausgabe : 20.12.2013
Verlag : Carlsen
ISBN: 9783551582867
Fester Einband 384 Seiten
Sprache: Deutsch








Inhalt:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt. Ich habe im Vorfeld viel Positives gehört, es wurde mir immer wieder ans Herz gelegt. Ich war jedoch zuerst skeptisch, nicht zuletzt wegen der Science-Fiction-Elemente.

Der Einstieg ist mir etwas schwer gefallen. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, da ich nicht unbedingt der große Science-Fiction-Fan bin. Es fiel mir etwas schwer mich in dieser futuristischen Welt einzufinden. Cyborgs, Androiden...daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Der Leser wird direkt in das Geschehen hineingeworfen, ohne Erläuterungen, ohne Erklärungen dieser unbekannten Welt. Erst nach und nach erschließt sich das neue Universum. Dennoch bleibt genug Raum, um sich seine eigenen Vorstellungen davon zu machen.
Doch schon nach kurzer Zeit hat es die Autorin geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Die Seiten sind nicht nur Dank des wunderbar leichten und einnehmenden Schreibstils nur so dahin geflogen.
Die Autorin hat eine wunderbar plastische Welt erschaffen und zum Leben erweckt, die ich bildlich vor mir gesehen und mir mit meiner eigenen Fantasy ausgeschmückt habe.

Die Figuren sind sehr lebendig und unterschiedlich gezeichnet. Sie wirken sehr authentisch und handeln nachvollziehbar.
Ich hatte zuerst Bedenken, dass Cinder mir dadurch, dass sie zu einem Großteil ein Roboter ist, zu kalt erscheinen würde, ich keine Nähe aufbauen könnte. Doch auch dieser Vorbehalt ist bald verflogen. Sie ist dennoch sehr menschlich, handelt real, ich konnte sie verstehen, mich in sie hineinversetzen.
Prinz Kai dagegen ist mir noch etwas fern geblieben. Er wirkt doch sehr unnahbar, hat mehr im Hintergrund agiert. Ich konnte ihn noch nicht so ganz einschätzen.
Meine absolute Lieblingsfigur ist Iko. Sie ist Cinders unheimlich menschlich wirkende Androidin. Sie habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Obwohl mir ziemlich schnell klar war, worauf die Geschichte hinauslaufen wird, war die Handlung spannend und hat mich stetig vorangetrieben, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass die Andeutungen der Autorin nicht schon zu Beginn so deutlich auf das Ende gezielt hätten.

Die Kombination und Mischung von einem altbekannten Märchen, verlagert in eine futuristische, fortschrittliche und technologisch bestimmten Zukunft, ist wirklich grandios und einzigartig umgesetzt. Immer wieder tauchten vertraute Anspielungen zu unserem Aschenputtel/Cinderella auf, die jedoch am Ende so gar nichts mehr gemein hatten. Dadurch entsteht etwas ganz Eigenes.

Das Buch hat mir trotz meiner kleinen Anfangsprobleme viele schöne Lesestunden beschert und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil in die Hände zu bekommen.

Fazit:

Ein gelungener Reihenauftakt, ein spannendes und interessantes Setting, eine einzigartige und mitreißende Märchenadaption, die sogar mich als Sci-Fi-Muffel fesseln und absolut überzeugen konnte.

★★★★★
  5 von 5 Sternen

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