Montag, 27. Juni 2016

Rezension zu „Einen Wunsch frei“ von Kamy Wicoff



Rezension zu
„Einen Wunsch frei“
von Kamy Wicoff




Cover: Goldmann




Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.06.2016
Aktuelle Ausgabe : 20.06.2016
Verlag : Goldmann
ISBN: 9783442484195
Flexibler Einband 400 Seiten
Sprache: Deutsch










Inhalt:

Ein ganz normaler Morgen, der ganz normale Wahnsinn für Jennifer Sharpe. Während sie ihre Söhne antreibt, sich endlich fertig zu machen, will sie nur schnell die Termine des Tages checken – aber ihr Smartphone ist verschwunden! Doch aus der Katastrophe wird ein Glücksfall, als Jennifer das Handy vor ihrer Wohnungstür findet, ausgestattet mit einer wundersamen neuen App, die es ihr ermöglicht, an zwei Orten zugleich zu sein. So wird aus der dauergestressten alleinerziehenden Mutter Superwoman, die bis spätabends im Büro sitzt und trotzdem ihre Söhne pünktlich von der Schule abholt. Als jedoch ein attraktiver Mann in ihr Leben tritt, stößt selbst Superwoman Jennifer an ihre Grenzen. Vielleicht ist „alles auf einmal“ doch nicht die Lösung?

Meine Meinung:

Der Einstieg war leider etwas holprig, nicht ganz so flüssig und eingängig. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich in einen Lesefluss gefunden. Das Buch hat sich dann sehr schnell und angenehm lesen lassen. Der Schreibstil war humorvoll, so dass ich das ein oder Mal ein Grinsen im Gesicht hatte.

Die Handlung an sich war größtenteils ebenfalls sehr spritzig und unterhaltsam. Am Anfang und ungefähr nach der Hälfte hat sich die Geschichte etwas in die Länge gezogen, da war für kurze Zeit die Luft raus. Auch fand ich die Stellen mit den wissenschaftlichen Erklärungen etwas langatmig. Manche Handlungsstänge waren einfach zu viel und hätten problemlos außen vorgelassen werden können. Am Schluss hat sich nochmal einiges Unerwartetes ergeben, die Spannung stieg noch einmal an.

Die Idee an sich fand ich sehr gelungen und interessant. Wer hätte nicht gerne so eine App???? Manchmal könnte auch ich sie gut gebrauchen.

Als fast Vollzeit arbeitende Mutter mit Haus und Garten konnte ich mich gut in Jennifer hineinversetzen. Ich konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen, sie verstehen. Auch dass sie immer mehr wollte, die App immer öfter eingesetzt hat, war in meinen Augen verständlich. Es war wie eine Sucht, immer mehr zu wollen. Und ehe sie sich versah, hat sie die App um Kinder, Arbeit, Freund und Schlaf unter einen Hut zu bringen, viel zu oft eingesetzt. Aber natürlich hat sie auch ihre Nachteile, wie sich schnell herausstellte.

Ein bisschen habe ich die Emotionen vermisst. Die Gefühle, vor allem die zwischen Owen und Jennifer, die sich langsam entwickelten, konnte ich nicht nachvollziehen und fassen, sie waren nicht greifbar, nicht fühlbar.

Alles in allem hat mich das Buch trotz kleinerer Kritikpunkte gut unterhalten, mir ab und zu ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert und mir eine angenehme Lesezeit beschert.

3,5 von 5 Sternen

Fazit:

Ein unterhaltsamer Roman, der mir trotz einiger Kritikpunkte Freude und Lesevergnügen bereitet hat. So eine App wäre schon toll ;-)

★★★☆☆
   3,5 von 5 Sternen

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