Mittwoch, 14. September 2016

Rezension zu „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ von Cornelia Franke

 
 
 
Rezension zu
„Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“
von Cornelia Franke


 


Cover: cbt





Buchdetails            
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.07.2016
Aktuelle Ausgabe : 11.07.2016
Verlag : cbt
ISBN: 9783570310144
Flexibler Einband 280 Seiten
Sprache: Deutsch
 
 
 

Inhalt:

Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist auf die Altersklasse abgestimmt, schön locker, einfach und jugendlich frisch. Das Lesen war so unheimlich leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die Idee, die vielen Anspielungen auf die Filme fand ich wirklich toll, auch wenn ich nicht alle erkannt habe. Dazu schaue ich einfach zu wenige Filme. Bei manchen Filmmeinungen musste ich schmunzeln, andere sagten mir gar nichts und ich bin dadurch über einige Stellen etwas gestolpert.

Die Handlung hat mich wirklich überrascht, da doch viel mehr Tiefe darin zu finden war, als ich zuerst erwartet habe. Hier geht es nicht nur um die Liebe zum Film, sondern um ein junges Mädchen, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und auf dem Weg zu sich selbst. Die Beziehung zu den Eltern, Freundschaft, die erste Liebe, Verlust und Mobbing werden thematisiert.
Dennoch war die Auflösung, weshalb der Vater sich so in Schweigen hüllte, was die verstorbene Mutter betraf, für mich vorhersehbar.

Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte hält sich mehr im Hintergrund. Sie ist sehr zart und wirklich süß, passend zur Altersklasse erzählt.

Jess ist eine nicht ganz so leichte Protagonistin. Sie lebt nur fürs Kino, für Filme, sie interessiert sich ansonsten für nichts, was normalerweise Mädels in dem Alter anspricht. Als Mutter fand ich das schon etwas erschreckend und auch traurig, dass Jess sich ansonsten für wirklich gar nichts interessierte.
Die Beziehung zwischen Vater und Tochter war sehr angeschlagen. Er verschwieg Jess viel, erzählte nichts über die verstorbene Mutter. Jess kann sich kaum an sie erinnern, da ist es natürlich, dass sie versucht, so viel wie möglich über sie herauszufinden. Sie steckten beide in einer schwierigen Situation. Ich konnte sowohl die Beweggründe von Jess, als auch von ihrem Vater nachvollziehen.
Und weil diese Probleme noch nicht genug waren, gibt es natürlich noch Antonia, die Gegenspielerin, die ich am liebsten aus dem Buch geworfen hätte. Fies, hinterhältig, geht sie bei jeder Gelegenheit auf Jess los.
Die vier Freunde sind ein tolles Gespann. Marvin mochte ich sehr gern, ein süßer und liebevoller junger Kerl, der mein Herz erobern konnte.

Eine schöne Geschichte für junge Mädchen, die einiges zu bieten hat, humorvoll und unterhaltsam ist.

Fazit:

Ein schönes Buch für junge Mädchen und Filmliebhaber, eine Geschichte, die mich mit ihrem Tiefgang doch überrascht hat. Leseempfehlung.
 
★★★★☆
4 von 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Hey,
    der Buchtitel ist so toll, da musste ich gleich vorbeischauen. Passt irgendwie auch auf mein Leben:-)
    Deine Rezi hat mich jetzt wirklich neugierig gemacht und das Buch wandert auf meine Wuli.
    Lg
    Sarah

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