Sonntag, 9. Oktober 2016

Rezension zu „Herzenszauber in Thunder Point“ von Robyn Carr



Rezension zu
„Herzenszauber in Thunder Point“
von Robyn Carr
 


Cover: MIRA Taschenbuch



Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.09.2016
Aktuelle Ausgabe : 12.09.2016
ISBN: 9783956496158
Flexibler Einband 352 Seiten
Sprache: Deutsch








Inhalt:

In einem Akt der Verzweiflung verlässt Devon MCAllister mit ihrer kleinen Tochter ihr Zuhause, in dem sie sich nicht mehr sicher fühlt. Sie will nur eins: ihrer traumatischen Vergangenheit entfliehen und irgendwo untertauchen. Unerwartet landet sie in dem Küstenstädtchen Thunder Point, wo sie mit offenen Armen aufgenommen wird. Vor allem der attraktive Spencer unterstützt sie tatkräftig–und berührt ihr Herz. Doch wird es ihr gelingen, ihre schmerzvollen Erfahrungen hinter sich zu lassen?

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, obwohl dies der erste Teil der Reihe ist, den ich lese. Ich habe gleich wohl gefühlt in Thunder Point. Der Schreibstil war angenehm, leicht und schnell zu lesen.

Die Handlung war interessant, wenn auch teilweise etwas langwierig, zuerst sehr ruhig und beschaulich. Der Ausstieg aus einer Sekte, der hier thematisiert wird, mit all seinen Problemen, die Hintergründe, das abgeschottete Leben und die Erschwernisse, sich in der normalen Welt zurechtzufinden, die Angst, das Vertrauen, das man fassen muss, fand ich gut und lebensnah beschrieben. Am Ende legte die Handlung enorm an Spannung zu.

Die Charaktere waren sehr liebevoll gezeichnet. Auch die Nebencharaktere waren voller Leben.
Besonders Rawley ist mir ans Herz gewachsen.  Ein toller Mann, der selbst viel im Leben durchmachen musste, auf Hilfe angewiesen war und diese nun zurückgeben möchte.

Devon ist eine starke Frau, die den Ausstieg aus einer Sekte wagt, mit ihrer kleinen Tochter flieht und sich neu im Leben orientieren muss, von null starten muss, anderen Menschen vertrauen und sich auf sie einlassen muss. Aber sie meistert es mit Hilfe ihrer neuen Freunde ausgezeichnet und beginnt sich langsam zurechtzufinden.
Auch Spencer hat schlimmes erlebt, früh seine Frau verloren und muss nun als alleinerziehender Vater sein Leben neu ordnen.

Mir haben teilweise zu viele verschiedene Personen eine Rolle gespielt, die plötzlich mit ihren eigenen Geschichten Raum bekamen und kurzzeitig im Mittelpunkt standen. Aber nicht lange genug, um sie näher kennenzulernen. Ich konnte die vielen Figuren und vor allem ihre Beziehungen untereinander nicht immer gleich zuordnen, wusste nicht immer, um wen es sich handelt. Vielleicht haben mir dafür einfach die Vorkenntnisse aus den anderen Teilen gefehlt.

Auch die Emotionen sind etwas kurz gekommen. Ich konnte mich nicht richtig einfühlen, habe das Ganze eher aus einer Distanz, von oben herab betrachtet, ohne richtig involviert zu sein. Das fand ich etwas schade.

Im Großen und Ganzen war es ein schönes Buch, die Thematik hat mir gut gefallen. Aber teilweise war es einfach etwas langatmig, teilweise zu viele verschiedenen Personen, die plötzlich etwas mehr im Mittelpunkt standen. Dadurch wurde viel Spannung von der eigentlichen Geschichte um Devon in eine andere Richtung gelenkt, ohne dass sie direkt etwas mit ihr zu tun hatten. Diese Geschehnisse rund um das Städtchen, die alte Ereignisse fortsetzten bzw. Spuren für neue Bände legen, sind im Ganzen betrachtet wahrscheinlich für die Serie an sich sinnvoll und nachvollziehbar.

Fazit:

Eine angenehme Geschichte, die mich aber leider nicht ganz überzeugen konnte.

★★★☆☆
   3 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Hi Christine,

    haben wir an der gleichen Leserunde bei LB teilgenommen?? Die Geschichte war etwas für sanftere Gemüter. Nicht zu viel Drama, nicht zu viel Liebe aber ich fand Thunder Point als Schauplatz äußerst toll. Ich liebe die Pazifikküste.

    Meine Rezension

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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    1. Wahrscheinlich. Wie ist denn dort dein Nickname?
      Den Schauplatz fand ich auch schön gewählt, auch das Thema interessant. Ich mag gerne ruhige Bücher, zeitweise war es mir aber etwas zu langatmig. Im Ganzen ein nettes Buch.

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