Freitag, 18. August 2017

Lesewoche # 13


Bei Johnni von Unendliche Geschichte findet  diese tolle Mitmach-Aktion statt.


Immer freitags sollen die folgenden Fragen zu deiner Lesewoche beantwortet werden, wobei die ersten vier Fragen immer gleich sind und die fünfte variiert.


Ich freue mich und mache gerne mit! Los geht's!

1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust, zu lesen?

Lust zu lesen habe ich immer. Zeit hatte ich nicht ganz so viel wie erhofft.

2. Welches Buch/ welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?

Ich habe in dieser Woche 5 Bücher beendet. Es war eine überdurchschnittlich gute Lesewoche, gleich 4 Bücher, die 5 Sterne von mir bekommen haben. 


„Rock my Dreams“ von Jamie Shaw  ist der letzte Teil der "The-Last-Ones-To-Know"-Reihe. Ich liebe sie einfach. Jedes einzelne Buch ist der Hammer. Aber ein bisschen traurig bin ich jetzt schon, dass es keine weiteren Bücher der Band mehr geben wird.

Ich bin begeistert! Eine Reihe mit Suchtpotential! Eine wundervolle Geschichte, die durch ihre Emotionen, die liebenswerten Charaktere und ihre Leichtigkeit besticht und fesselt. Absolute Leseempfehlung!!!


„Annähernd Alex“ von Jenn Bennett

Das Buch lagseit dem letzten Sommer auf meinem SuB und ich bin richtig froh, dass ich es endlich gelesen habe.
Eine süße und zarte, dennoch tiefergehende Liebesgeschichte, die sich langsam anbahnt und weder überstürzt noch gewollt wirkt. Dazu ein wunderbarer Humor und ein tolles Setting. 
Eine wundervolle, romantische, aber auch humorvolle Liebesgeschichte, die mich berührt und gepackt hat und mir eine unvergessliche Lesezeit beschert hat.

Noch ein Buch, das schon ewig subbt, der Beginn einer Reihe, deren 2. Teil ich sogar schon gelesen habe. 

„Road to Hallelujah“ von Martina Riemer 

Die Geschichte hat mich vollkommen überrascht, mich mit ihren tiefen Gefühlen berührt, mich nachdenklich gestimmt und Hoffnung geweckt, mich mit ihren starken Charakteren überzeugt, mit der authentischen Handlung und dem Tiefgang bezaubert.
Der Roman hat mir eine ergreifende und sehr schöne Lesezeit beschert.


„PS: Ich mag dich“ von Kasie West 
Ich mag die Romane der Autorin unheimlich gerne. Sie sind einfach toll, berührend und mitreißend. Kasie West hat eine wundervolle Art zu schreiben, die Gefühle in Worte zu fassen, die Charaktere zu formen, so dass man sich dem Zauber ihrer Worte einfach nicht entziehen kann.
Diese Liebesgeschichte hat alles, was einen mitreißenden und fesselnden Roman ausmacht. Sie ist einfach wunderbar und zauberhaft, lädt zum Träumen und Schwärmen ein. Sie hat mir eine unterhaltsame und packende Lesezeit beschert. Ich liebe diese Geschichte!

Meine 4-Sterne-Bewertung in dieser Woche ist

 „Kopf aus, Herz an“ von Jo Watson 

Eine turbulente und unterhaltsame Geschichte, die mich gut unterhalten und mir eine witzige und schöne Lesezeit beschert hat. Aber teilweise waren die Situationen etwas übertrieben, ein bisschen too much. 
Ein tolles Setting, bildgewaltig beschrieben!




3. Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?

Diesmal möchte ich euch folgenden Beitrag empfehlen:

Der Zahn der Zeit - Kinderbücher früher und Kinderbücher heute

4. Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus?

Das Wetter am Wochenende soll ja ähnlich trist und regnerisch bleiben, so dass gemütliche Lesestunden auf der Couch perfekt dazu passen. Die kommende Woche muss ich abwarten, da dann der Schulalltag nach einer ruhigen ersten Woche wohl richtig beginnt und ich sehen muss, wie mein Sohn sich nach dem Schulwechsel macht. Neue Fächer, viel mehr Hausaufgaben als in der Grundschule, neue Herausforderungen erwarten uns.

Ich möchte auf jeden Fall mit „Amrita. Am Ende beginnt der Anfang“ von Aditi Khorana beginnen und bin schon sehr gespannt, was mich erwartet. Auch auf „Coldworth City“ von Mona Kasten bin ich unheimlich neugierig und möchte wenigstens schon einmal reinlesen.


5. Liest du lieber einzelne Bücher oder Buchreihen?

Ganz klar einzelne Bücher oder Reihen, deren einzelne Bände unabhängig voneinander gelesen werden können. 
An fortlaufenden Reihen mag ich überhaupt nicht, dass es meistens so ewig dauert bis der nächste Teil erscheint und sie oft mit einem Cliffhanger enden. Wenn es dann endlich weitergeht, ist mir von dem vorherigen Teil so wenig in Erinnerung, dass ich unheimliche Probleme habe, mich an Einzelheiten zu erinnern und erneut in die Handlung hineinzufinden. Dadurch wird mein Lesevergnügen schon getrübt. Deshalb habe ich es mir bei manchen Reihen angewöhnt mit dem Lesen zu warten, bis alle Teile erschienen sind.

Wie war eure Lesewoche?

Einen schönen Freitag
Eure Christine

Rezension zu „PS: Ich mag dich“ von Kasie West


Rezension zu 
„PS: Ich mag dich“ 
von Kasie West


Cover: Carlsen



Buchdetails

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.07.2017
Aktuelle Ausgabe : 28.07.2017
Verlag : Carlsen
ISBN: 9783551583666
Fester Einband 368 Seiten
Sprache: Deutsch









Inhalt:

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch – und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt! Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber eine Brieffreundschaft. Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten. Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent. 

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schlicht und einfach, sehr angenehm, jugendlich frisch, luftig und leicht, schnell und flüssig zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen die Geschichte hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

Ich mag die Romane der Autorin unheimlich gerne. Sie sind einfach toll, berührend und mitreißend. Kasie West hat eine wundervolle Art zu schreiben, die Gefühle in Worte zu fassen, die Charaktere zu formen, so dass man sich dem Zauber ihrer Worte einfach nicht entziehen kann.

Auch wenn die Handlung hier vorhersehbar war und sofort klar war, wer der geheimnisvolle Schreiber ist, hat mich die Geschichte mit ihrer Lebendigkeit, ihrer Authentizität, ihrem Charme und Esprit und den wundervollen Charakteren gepackt, mitgerissen und nicht mehr losgelassen. 

Die Idee mit der Brieffreundschaft ist sehr schön und macht diese Geschichte zu etwas Besonderem. Ich habe mit Lily gefiebert, auch wenn mir sehr schnell klar war, wer hinter dem musikliebenden Jungen steckte, der auf ihre Zeilen reagierte. 

Thematisiert wird hier aber auch die Schule, die Probleme und Sorgen der Jugendlichen im Alltag und die Stellung innerhalb der Familie, das Familienleben, die Freundschaft und die Liebe. Sehr gut hat mir auch der Bezug zur Musik gefallen, das Songwriting und die Schwierigkeiten, die richtigen Gedanken zu finden und in Worte zu verpacken. Dieser Aspekt ist toll umgesetzt.

Die Charaktere sind wunderbar und liebevoll gezeichnet. Sie handeln sehr natürlich, wirken sehr authentisch und real. Figuren mit einer Geschichte, die sich überall so zutragen kann. Sie sind alle sehr unterschiedlich, vielseitig und facettenreich gezeichnet, wodurch eine Tiefe und Vielfalt entsteht. Die Charaktere sorgen dadurch für viel Abwechslung und Farbe.

Ich möchte über die Protagonisten gar nicht viele Worte verlieren, sonst verrate ich einfach zu viel. Lernt Lilly mit ihrer chaotischen und lauten Familie, ihrer Liebe zur Musik selbst kennen und lieben. Es lohnt sich allemal! 

Diese Liebesgeschichte hat alles, was einen mitreißenden und fesselnden Roman ausmacht. Sie ist einfach wunderbar und zauberhaft, lädt zum Träumen und Schwärmen ein. Sie hat mir eine unterhaltsame und packende Lesezeit beschert. Ich liebe diese Geschichte!

Fazit:

Eine bezaubernde, luftig-leichte Liebesgeschichte. Absolute Leseempfehlung!

★★★★★
5 von 5 Sternen

Buchvorstellung zu „Mein Herz hämmert, dass es wehtut“ von Brynjulf Jung Tjonn


Hallo Ihr Lieben,

gerade befasse ich mich ja sehr mit dem Thema Kinderbücher und Kinderbuchklassiker aus der Oetinger Verlagsgruppe. Zusammen mit meiner Tochter habe ich ja schon ein paar Kinderbücher auf Herz und Nieren untersucht und unsere Meinung veröffentlicht.

Jetzt bin ich bei der Recherche für unsere Posts allerdings über das Thema der Altersempfehlung bei Kinder- und Jugendbüchern gestolpert. Und weil es gerade so gut passt, wollte ich euch ein Buch vorstellen, bei dem ich die Altersempfehlung als völlig daneben empfinde.

Text von Brynjulf Jung Tjønn
Aus dem Norwegischen von Katrin Frey

Wenn das Herz schwer ist und gleichzeitig hüpft vor Glück.

Kann man gleichzeitig tieftraurig und unglaublich glücklich sein? Henrik muss miterleben, wie sein geliebter Onkel Simon an Krebs erkrankt und schließlich stirbt. Gleichzeitig verliebt Henrik sich in die lebensfrohe Kjersti. Hin und her gerissen zwischen Liebe, Trauer und Schuldgefühlen erfährt Henrik: das Leben geht weiter. Und nicht nur das. Trotz aller Traurigkeit ist das Leben schön. Nur eben anders.

Ein berührendes Buch - schonungslos offen und poetisch erzählt - über die erste große Liebe, das Abschiednehmen und den Tod. Ausgezeichnet mit dem renommierten norwegischen Brage-Preis 2013 (Quelle: Verlagsgruppe Oetinger)

 
Das Buch hat eine Altersempfehlung ab 13 Jahren.    

Ich habe das Buch gleich nah seinem Erscheinen in Deutschland im Januar 2015 gelesen. Und es ist mir sehr im Gedächtnis geblieben. Die abschließende Bewertung und Rezension ist mir allerdings unheimlich schwer gefallen.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen.
Es berührt zutiefst und geht zu Herzen.
Teilweise war ich schockiert von der Direktheit. Die kurzen Sätze unterstreichen das Ganze noch, dramatisieren.
Ich konnte mich gut in Henrik hineinversetzen, seine Gefühle und Zerrissenheit nachfühlen.
Schonungslose, knallharte Realität wird hier gezeigt. In meinen Augen für diese Altersklasse zu extrem.

Trauer und Glück liegen so nah beieinander, wie dieses Buch zeigt. Ein schönes Ende vor einer traurigen, bewegenden Geschichte, die mir tief zu Herzen geht.

Ich muss sagen, ich war hin und her gerissen und musste mir über die Rezi lange Gedanken machen. Die Altersempfehlung ist für mich völlig daneben. Aus diesem Grund habe ich damals nur 3 Sterne vergeben, ansonsten wären es 4 gewesen. Aber das ist definitiv kein Buch, das ich meinem Kind zum Lesen empfehlen würde. Meine Tochter ist fast 13 Jahre alt und ich bin nicht der Meinung, dass man so junge Menschen derart mit der Realität konfrontieren sollte. Das echte Leben ist schon schonungslos genug, es aber dann noch so direkt zu lesen, hat selbst mich noch geschockt.

Fazit:
 
Ein faszinierendes, emotionales und schoniungsloses Buch, das sehr berührt, aber für die falsche Altersklasse gedacht ist. Es ist ein Buch für junge Erwachsene und Erwachsene, nicht für 13-jährige Teenager.


Kennt ihr das Buch? Oder habt ihr Beispiele für Bücher, bei denen die angegebene Altersempfehlung in euren Augen nicht passt?

Einen schönen Freitag
Eure Christine

Donnerstag, 17. August 2017

Meine Tochter und die aktuelle Literatur #1

Hallo Ihr Lieben,

wie in meinem kürzlich veröffentlichen Beitrag Der Zahn der Zeit - Kinderbücher früher und Kinderbücher heute angekündigt, werde ich euch einige der älteren Bücher, die ich gemeinsam mit meiner Tochter in letzter Zeit aus der Oetinger Verlagsgruppe gelesen habe, näher vorstellen. Im Vergleich dazu folgen dann auch aktuelle Bücher. Gestern sind wir mit "Das fliegende Klassenzimmer" gestartet. 


Heute geht es weiter mit einem recht aktuellen Buch. Meine Tochter musste es ebenfalls für die Schule lesen.

„Das Buch der seltsamen Wünsche“ von Angie Westhoff

Text von Angie Westhoff
Einbandillustration von Michael Bayer

Wünsche, Freundschaft und Geheimnisse - ein echtes Ferien-Abenteuer!

„Diese Sommerferien werden wie immer sein“, denkt sich der 12-jährige Flint. Aber da täuscht er sich gewaltig. Denn schon am nächsten Tag bittet Hausmeister Schripp ihn, die verrückte Charlotte, ihren mathebegeisterten Cousin Ben und die hübsche Jette, einen alten Schul-freund von ihm aufzuspüren. Als sie den vermissten Freund finden, übergibt dieser ihnen ein geheimnisvolles Buch: Das Buch der seltsamen Wünsche. Und damit beginnt ein unerwartetes und spannendes Abenteuer … 
(Quelle: Oetinger)

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.07.2010
Verlag : Oetinger
ISBN: 978-3-8415-0194-3
Fester Einband 256 Seiten 


Flint,Charlotte, Ben und Jette lernen sich am ersten Ferientag kennen. Sie mögen sich nicht besonders, erhalten aber vom Hausmeister einen Auftrag. Sie sollen seinen verschollen Freund finden. Schnell wird er aufgespürt, sie überbringen die Botschaft und glauben ihren Auftrag erfüllt zu haben. Doch als Herr Grollmann den Vieren daraufhin das "Buch der seltsamen Wünsche" anvertraut, beginnt für die Kinder erst das Abenteuer. Sie dürfen es nicht öffnen, aber natürlich können sie der Versuchung nicht widerstehen. 12 Rätsel und Abenteuer erwartet die Kinder, die immer schwieriger werden.

Meine Tochter sagt zu dem Buch:

Ich finde das Buch nicht so gut, es hat mir nicht so gut gefallen. Die Idee mit den seltsamen Wünschen, den Aufgaben und Rätseln ist echt gut. Aber die Umsetzung war nicht so gut. Die Geschichte ist langweilig geschrieben und nicht sehr spannend. Die Sprache war nicht altersgerecht und sehr holprig.

Die Idee zu dem Buch hat mir wirklich gefallen und ich dachte am Anfang auch, dass das Buch meiner Tochter gefallen würde. Aber es hat sowohl bei mir und auch bei meiner Tochter völlig falsche Erwartungen geweckt. Es gab nichts Mysteriöses, Geheimnisvolles oder Spannendes. Bis zum Schluss haben wir darauf gewartet, dass etwas Interessantes passiert. Aber es kam nichts. Keine Höhepunkte. Auch empfand ich das Ganze sehr gestellt, das Agieren der Kinder wirkte nicht echt und war etwas realitätsfern. Das Lösen der Aufgaben lief immer nach dem gleichen Schema ab, es gab wenig Abwechslung, was unweigerlich zu Langeweile führte. 

Und was sehen wir hieran? Auch recht aktuelle Bücher vermögen meine Tochter nicht immer zu fesseln. Es ist und bleibt einfach Geschmackssache.

Eure Christine und
Lara

Rezension zu „Kopf aus, Herz an“ von Jo Watson

 
Rezension zu
„Kopf aus, Herz an“
von Jo Watson

 

Cover: LYX


Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.06.2017
Aktuelle Ausgabe : 28.06.2017
Verlag : LYX
ISBN: 9783736304215
Flexibler Einband 352 Seiten
Sprache: Deutsch











Inhalt:

Manchmal findet man das Glück genau da, wo man am wenigsten danach sucht ... Als Lillys Verlobter sie einen Tag vor ihrer Hochzeit sitzen lässt, beschließt sie kurzerhand, die gebuchte Hochzeitsreise nach Thailand alleine anzutreten. Schon im Flugzeug lernt sie den geheimnisvollen Damien kennen. Mit seinen Tattoos und seiner direkten Art ist er das genaue Gegenteil von Lilly. Und obwohl ein Mann das Letzte ist, was sie jetzt gebrauchen kann, ist sie bereit, zum ersten Mal in ihrem Leben etwas Spontanes zu tun und Damien zu begleiten - auf eine Reise, die aufregender ist als alles, was Lilly je zuvor erlebt hat.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr einfach und schlicht, aber angenehm und eingängig, locker und leicht, flüssig und schnell zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Die Handlung war sehr unterhaltsam und amüsant, ich habe oft gelacht und geschmunzelt, manchmal habe ich mich aber auch fremd geschämt oder den Kopf geschüttelt. An einigen Stellen empfand ich die Szenen allerdings etwas zu überspitzt, zu viele komische Situationen haben sich gehäuft und wirkten dadurch etwas unglaubwürdig, ein bisschen too much. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich köstlich amüsiert. Lilly und Damien geraten in die schrägsten Situationen, vor allem Lilly zieht das Unglück und die irrwitzigsten Dinge an.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Die Natur und die Abenteuer, die Damien und Lilly erleben, sind sehr schön bildgewaltig beschrieben und haben mein Kopfkino angekurbelt. Obwohl Thailand nicht zu meinen Traumzielen gehört, habe ich wunderschöne Einblicke in Land und Leute erhalten.

Die Charaktere waren sehr unterschiedlich gezeichnet. Ob vom Äußeren oder Inneren, sie konnten unterschiedlicher nicht sein. Dadurch war schon eine gewissen Grundspannung und vor allem viel Abwechslung gegeben.

Lilly mit ihrer emotionalen Art ist in jedes Fettnäpfchen getreten, hat sich teilweise einfach verrückt aufgeführt und für viele Lacher gesorgt. Sie war zu Beginns ehr unsicher und naiv, hat aber im Laufe ihrer Reise und der Zeit danach einen enormen Schritt gemacht und zu sich selbst gefunden.

Damien mochte ich von Anfang an. Es war unmöglich ihn nicht zu mögen. Obwohl ich mir gewünscht hätte, etwas mehr über ihn zu erfahren.

Eine turbulente und unterhaltsame Geschichte, die mich gut unterhalten und mir eine witzige und schöne Lesezeit beschert hat.

Fazit:

Eine humorvolle und abenteuerliche Liebesgeschichte. Leseempfehlung.
 
★★★★☆
4 von 5 Sternen

Top Ten Thursday: 10 Bücher, deren Titel mit einem "P" beginnen



Das heutige Thema des Top Ten Thursday von Steffis Bücherbloggeria  lautet:

10 Bücher, deren Titel mit einem "P" beginnen

 Diesmal ist mir die Auswahl etwas schwerer gefallen, da ich wenige gute Bücher mit "P" gelesen habe. Aber ich habe die Liste doch noch voll bekommen.

Los geht es:




 

 

 Kennt ihr eins der Bücher oder sprechen sie euch nicht an?

Einen schönen Donnerstag
Eure Christine

Mittwoch, 16. August 2017

Meine Tochter und die guten alten Klassiker #1

Hallo Ihr Lieben,

wie in meinem kürzlich veröffentlichen Beitrag Der Zahn der Zeit - Kinderbücher früher und Kinderbücher heute angekündigt, werde ich euch einige der älteren Bücher, die ich gemeinsam mit meiner Tochter in letzter Zeit aus der Oetinger Verlagsgruppe gelesen habe, näher vorstellen. 

Im Vergleich dazu präsentieren wir in den nächsten Tagen auch ein paar aktuelle Bücher. In allen ist natürlich auch die ehrliche Meinung meiner Tochter enthalten. Denn schließlich handelt es sich ja hier um Kinderbücher und hierbei sollte schließlich die Ansicht der Kinder zählen.

Bei uns hat diese Woche die Schule wieder begonnen und meine Tochter kam mit einem Zettel nach Hause, der genau zu diesem Thema passt. Betitelt war er mit "Lesenswerte Literatur" und führte unzählige Bücher auf, die die Kinder gelesen haben sollten.
Wisst ihr, was ich mit diesen Empfehlungen gemacht habe?
Ich habe sie in den Müll geworfen.
Denn es waren abgesehen von Harry Potter nur uralte Schinken aufgeführt, die meine Tochter niemals lesen wird (bzw. teilweise schon ungern gelesen hat) - angefangen von Astrid Lindgren über Erich Kästner bis hin zu Michael Ende. Es sind ein paar schöne Bücher dabei, die ich als Kind gelesen habe. Aber meine Kinder sind davon nicht mehr allzu sehr  begeistern.
Was mich zur nächsten Frage bringt: Gibt es keine aktuelle lesenswerte Literatur für Kinder und Jugendliche?
Aber dies ist ein anderes Thema und vielleicht scheibe ich auch darüber nochmal einen separaten Beitrag.


Heute beginnen wir mit einem echten Klassiker aus dem Jahr 1933, den wohl fast jeder kennt. Das Buch wurde mehrmals verfilmt. Gehört hat jeder schon davon. Meine Tochter musste es für die Schule lesen.

„Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner


Text von Erich Kästner
Einband und Illustrationen von Walter Trier

Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
Verlag: Dressler Verlag; Auflage: 169. (2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791530151
ISBN-13: 978-3791530154
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre



"Der Ernst des Lebens beginnt wirklich nicht erst mit dem Geldverdienen. Er beginnt nicht damit und er hört nicht damit auf. Ich betone diese stadtbekannten Dinge nicht etwa, dass ihr euch einen Stiefel darauf einbilden sollt, bewahre! Und ich betone sie nicht, um euch Bange zu machen. Nein, nein. Seid glücklich, so sehr ihr könnt! Und seid lustig, dass euch vor Lachen der kleine Bauch weh tut!"

In dieser klassischen Internatsgeschichte, die Erich Kästner selbst für sein bestes Kinderbuch hielt, wird deutlich, dass die Kindheit nicht nur "aus prima Kuchenteig gebacken" ist. Mit leiser Melancholie und warmem Humor erzählt Kästner von den Abenteuern der Internatsjungen und lässt uns ihre kleinen und großen Sorgen verstehen. (Quelle: Oetinger Verlagsgruppe)

Und darum geht's:

Seit Jahren sind die Schüler aus dem Internat Kirchberg und von der benachbarten Realschule verfeindet. Beide Gruppen denken sich die verrücktesten Streiche aus, um die anderen zu ärgern. Als die Realschüler die Diktathefte der Gymnasiasten klauen und dabei auch noch einen Schüler gefangen nehmen, hört der Spaß allerdings auf: Uli, Matthias und ihre Freunde fordern die Realschüler zum alles entscheidenden Kampf auf.

Die Geschichte beginnt kurz vor den Weihnachtsferien in einem gymnasialen Internat. Hauptpersonen sind fünf befreundete Internatsschüler, die für die Weihnachtsfeier ihr Theaterstück "Das fliegende Klassenzimmer" proben. Die Freunde erleben die Vorweihnachtszeit auf sehr unterschiedliche Weise, begründet durch die sozialen Unterschiede und die verschiedenen Familiengebilde.
Rudi wird mit den Diktatheften seines Vaters von den Schülern der verfeindeten Realschule entführt. Der Nichtraucher schlägt vor, dass der stärkste Realschüler gegen den stärksten Gymnasiasten  kämpft und der Sieger des Kampfes auch der Sieger des Schulkrieges ist. Doch obwohl die Realschüler verlieren, halten sie sich nicht an die Abmachung und lassen den Gefangenen nicht frei. Die fünf Gymnasiasten müssen Rudi mit Gewalt befreien. Doch die Diktathefte wurden verbrannt. Durch den Hauslehrer droht Bestrafung.
Auch die Proben für das Stück, Mutproben eines Schülers und die doch noch mögliche Heimfahrt eines Schülers in den Ferien spielen eine Rolle. Eine Geschichte über Freundschaft und Mut, in der auch Familie thematisiert wird.

Meine Tochter sagt zu dem Buch:

Das Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil die Sprache so alt, die Satzstellung so komisch ist und ich manche Wörter nicht verstanden habe. Was mir am allerwenigsten gefallen hat ist, dass nicht ein einziges Mädchen in der Geschichte vorkommt. Es geht nur um Jungs. Außerdem war die Geschichte langweilig, es ist gar nichts Spannendes passiert. 

Ich musste meine Tochter richtig zwingen, das unzeitgemäße und in ihren Augen langweilige Buch zu lesen. Aber leider muss ich ihr zustimmen. Dies ist keine Geschichte mehr für diese Zeit. Zu langweilig und spannungsarm und die Rollenverteilung lässt wirklich zu wünschen übrig. Die Geschichte spielt einfach in einer Zeit, die ich selbst nur aus Erzählungen kenne und die für unsere Kinder noch schwerer zu verstehen ist. Dazu die altmodische und schwer verständliche Sprache, die auch nicht zum unterhaltsamen lesen einlädt.

Schade, dass dieser Klassiker bei uns so schlecht abschneidet, aber er hat einfach nicht unseren Geschmack getroffen. 

Eure Christine und
Lara